KASIMYR’S BLOG-SATZ -

Berlin Off Zwischenbericht

Ein Off-Tag in Berlin, ein zentrumnahes Hotel, ein ausgedehntes Mittagsschlaefchen und die Welt ist in ordnung. Um zum ersten Mal, seit Villnius (Bericht folgt), den Off-Tag auch zu nutzen beschliesse ich mich in ein hippes Stadviertel zu bewegen, um in einem hippen Cafe ne' Latte und ein Stueck Moehrenkuchen zu mir zu nehmen.
Ok, die S-Bahn Station liegt ja auch gleich vor der Tuer, wird schon nicht so schwer sein, schnell noch ein Stadplan von der Rezeption und schon kann es los gehen.
Nun bin ich schon ein Grossstadter, doch von meiner naivitaet war ich selbst ueberrascht, nachdem ich eine viertel Stunde den S-Bahnplan studiert hatte, entschied ich mich fuer den Prentzlauer Berg, was wohl hipp genug fuer mich sein sollte und nur 2 Stationen entfernt war. Da ich bisher jedes mal in den Berliner oeffentlichen Verkehrsmittel kontrolliert wurde, kaufte ich mir noch schnell ein Ticket, was dann ja auch nur 5 Min gedauert hat, wo muss ich hin?welche Zone? Tageskarte? Zum Glueck erhoete sich der Druck, als eine nette Frau hinter mir anfing nervoes auf die Uhr zu gucken und auffordernt sich zu reuspern.
Prenzlauer-Allee hoerte sich fuer mich nahe an mein Ziel, doch welche Queerstrasse nimmt man jetzt am besten? Ich entschied mich um und nach kurtzen ueberlegen viel mir das Einzige Cafe ein, welches ich vom Namen her kenne und "That place to be" sein soll: St. Oberholz. Jeder der den Laden nicht kennt oder davon gehoert hat, sei gesagt, es handelt sich um ein viel rezitiertes Cafe der "Digitalen Bohemè", der neuen "Generation 2.0", ein Ort des, wo jeder ein Laptop vor sich auf den Tisch hat, wo sich die Blogger dieser Welt treffen und wo es einen sehr guten Moehrenkuchen geben soll.
Also schnell die Adresse in Maps eingegeben und yeah dat is ja nur zwei Ecken weiter .................. nach 40 Min. Fussweg war ich dan auch um die 2 Berliner Ecken gelaufen und sitzen nun im St. Oberholz mit meinem leckeren Moehren Kuchen, meiner Lattè und sonne mich im hipp sein.

Uebrigens: der Weg durch den Prenzlauer-Berg hat mich eines Besseren belehrt, ich konnte Berlin nie so richtig was abgewinnen, zu laut, zu gross, zu viel Hundescheisse, doch habe ich auf meinen Weg so viele junge Familien und Menschen mit einem Laecheln im Gesicht gesehen, dass ich jetzt verstehen kann warum man auch freiwillig in der Hauptstadt leben kann.

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Posted from Berlin, Germany

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Helsinki

Juhuu, das vorletzte mal Fliegen, aber um das Ganze noch ein Mal richtig genießen zu können, ging es schon um 3 Uhr morgens zum Flughafen. Von dort aus nach St.Petersburg um nach 5 Stunden elendigen Warten, weiter nach Helsinki zu fliegen. Anscheinend ahnte die Produktion, dass solche Aktionen auf die Stimmung der Gemüter schlägt und deshalb war der Flug von St.Petersburg nach Helsinki, für ein paar Auserwählte, ein Business-Class Flug, mit allen Schnick-Schnak wie: vorher in der Business-Lounge abhängen mit alles inkl., im Flugzeug dann überfreundliches Personal, 3 cm mehr Beinfreiheit und natürlich Champagner.

     
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In Helsinki angekommen, ging es dann auch gleich in die Halle, da es ja auch schon 13 Uhr und bis zum Showstart noch einiges zu tun war. Nicht nur am Catering merkte man, dass man wieder in Europa war, auch die Helfer, waren des Englischen mächtig und haben einen professionellen Job gemacht. Ich habe nicht viele Helsinkis gesehen, doch die paar die da waren hatten eine melancholische Aura um sich, es wurde wenig offenherzig gelacht und bestimmt jeden Abend in den Schlaf geweint.

   
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Nach so einem harten Tag (3 Uhr aufstehen, 22:30 Uhr aus der Halle, mit 4 Stunden Zeitverschiebung, macht 23,5 Stunden auf den Beinen), gab's dann auch ein wirklich sehr gutes Hotel, mit Parket und Blick aufs Wasser.

     
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Ekaterinburg

Ekaterinburg liegt hinter dem Ural-Gebirge, das ist dann auch schon Asien und bedeutet 4 Sunden Zeitverschiebung, -4 Grad Tagestemperatur und Schnee.

   
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So weit von zu Hause entfernt, ist man dann auch froh wenn man im "World-Trade-Centre" Hotel schläft in dem auch das Deutsche Konsulat sitzt. Nach der Ankunft und dem kurzen Staunen über die Unterbringung in einem 5 Sterne am Arsch der Welt, ging es in einem Restaurant mit starker Fischspezialisierung (nein, Ekaterinburg liegt nicht am Meer aber in Asien) und Bedienung mit blauen Mundschutz, wo ich nicht weiss ob sie wegen Hygiene oder wegen uns Westlern mit der Schweinegrippe getragen wurde.

   
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Wir waren in einem 2500 Venue und selbst hier wurden unsere Anforderungen im Bezug auf Technik und Instrumente voll erfüllt, mit ein zwei Abstrichen, die aber zu verkraften waren. Selbst als wir nach einem Beamer fragten und sie keinen hatten, wurde kurzer Hand eine LED Wand organisiert und aufgebaut. Wo so etwas dann herkommt, kann man nur erraten, soviel sei gesagt, dass mit Buntstift angemalte und mit aufgeklebten Noten auf den Tasten, Keyboard kam sicherlich aus einem Kinderzimmer.

       
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Moskau

Die Überfahrt von St. Petersburg nach Moskau, war mit dem klassisch russischem Reisemittel Nr. 1, dem Zug. Alle Horrorvorstellungen, von wegen Diebstahl oder schlafen im Sitzen, wurden nicht bestätigt. Es gab hingegen erste Klasse vierer Abteile, mit einigermassen guten Klappbetten und Minimalverflegungsset. Nach 3 halbe Litern Bier, habe ich dann auch selig bis zur Ankunft durchgeschlafen.

     
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Eine Schande. Nun war ich schon mal in Moskau und wir hatten nicht einmal 1 Stunde Zeit um uns Irgendwas an zu schauen. Ehrlich gesagt waren wir noch nicht mal in Moskau Stadt, sonder 20 km ausserhalb am Stadtring, an einem Messezentrum mit neu gebauter Konzerthalle und Hotelanschluss.
Mir scheint es so, dass hier geprotzt und nicht gekleckert wurde. Alleine das FOH-Pult kostet rund 300.000 EUR, ganz zu schweigen von der überdimensionierte Meyer Anlage. Leider hilft so viel Investition nicht, wenn der Service nicht stimmt, somit Fluchten wir den ganzen Tag über die unmögliche Bedienbarkeit der Pulte und eine gleichmäßige Beschallung war, dank ungenügender Einmessung der Hausanlage, nicht möglich.
Trotz allem, war es meckern auf sehr hohem Niveau und das Konzert lief sehr gut und war mit 4000 Menschen komplett ausverkauft.

       
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Eins noch zum Hotel, welches sehr grosse aber unluxioreose Zimmer und unfreundliches Restaurantpersonal hatte. Was ich aber sehr beeindruckend fand, war die Kunst an den Wänden, die mich sehr an Low-Brow-Art aus den Weststaaten erinnerte.

   
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Skybar Vilnius

Ein Off-Tagausklang im 22ten Stock

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Live in Tallin

Ich liebe Backstage W-Lan.
Hier das Percussiunsolo von Stairway to Heaven.

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Ab Morgen haben wir dann 3 Off-Tage und ich geb mi Muehe das Erlebte nieder zu schreiben.

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Der letzte Flug

Heute gibs das letzte Mal fliegen, ab morgen wirds dann gemuetlich im Nightliner.

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Hamburg - St. Petersburg

Der Flug nach St. Petersburg, ging über Riga, wo wir kurz Aufenthalt hatten, um ein Bier zu trinken, unsere Russischkenntnisse auf zu frischen , rum zu sitzen, oder um uns seelisch auf die Reise mit einer kleinen Fokker Propellerflugmaschine vor zu bereiten

       
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Nach der Ankunft war dann auch nur noch Zeit für etwas Essen gehen im Hotelrestaurant, was ich sehr gut fand. Die Fertigstellung vom Hotel war wohl grade erst abgeschlossen, denn die Zimmer waren neu und selbst das Hotel-Schild noch mit Folie verhangen.

       
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Russland

Über Russland jetzt ein Urteil zu fällen wäre nicht fair. Die meiste Zeit habe ich Russland von oben im Flugzeug, aus dem Bus oder aus dem Hotelzimmer gesehen. Doch ein paar Sachen sind mir schon aufgefallen ... erstens ist Russland, zu mindes die Städte die wir besucht haben, schon sehr westrifiziert. Es gibt McDonalds, OBI, IKEA, Media Markt ... und die Preise sind unserem sehr sehr ähnlich, wenn nicht sogar teurer. Da fährt der aufgetunte und tiefer gelegte Porsche Cayennne neben dem 30 Jahren alten auseinander fallenden Lada und das Einzige was diese beiden Gefährte teilen ist die dicke Staubschicht mit der sie ganz und gar überzogen sind, denn in russischen Städten, liegen die Fabriken in der Stadt, oder die Stadt wurde um die Fabriken drum rum gebaut. So wir das Bussausdemfensterguckbild abwechselnd von rauchenden Schloten und überdimensionierten kilometerlangen Neubausiedlungen geprägt, die meine ostzonalen Kollegen sehr an Zuhause erinnerten.

       
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Mit Energie wird sehr verschwenderisch umgegangen, Heizungen haben nur zwei Einstellungen und zwar aus oder brüllend Heiß, geregelt wird nur mit dem Fenster. Standardschilder in Hotels wie z.B. "Bitte benutzen sie die Handtücher ein Zweites Mal, der Umwelt zu Liebe" gibt es nicht.
Das Wasser ist so gechlort, dass meine Haut, in Verbindung mit der trockenen Luft, sehr komische Zustände annimmt und selbst ein Topf Feuchtigkeitscreme, hätte ich sie mal mitgenommen, nix ausrichten könnte. Unsere Verpflegung ... was soll ich sagen ... sie hat satt gemacht, doch leider war wenig Zeit um ein gutes Restaurant zu suchen und somit war die kulinarische Ausbeute entweder auf das Frühstücksbuffet im Hotel, mit blässlicher Wurst, Streichkäse, Gelee, harten Brötchen und gar scheusslichen Kaffee, oder auf Sandwiches im Venue, die als Tarnung ihrer Indrigenzien mit Majo ertränkt worden, beschränkt.
Im Fernsehen laufen englische O-Ton Filme mit russischen Voiceover oder die extreme Variante: Japanische Trickfilme mit O-Ton + englischen Untertiteln + russischem Voiceover, die dann von Werbeblöcken bestehend aus 50% Autowerbung unterbrochen werden.
Es gibt sehr viele und sehr hübsche junge Frauen, aber überhaupt keine hübschen Alte Frauen. Es scheint fast so, als ob nach überschreiten eines bestimmten Alters, eine mystische Metamorphose durchlebt wird, die die Frauen dann urplötzlich 20 Kilo zunehmen und 20 cm schrumpfen lässt.
Ich möchte aber natürlich nicht nur Schlechtes über dieses Land schreiben, hier also etwas Positives: Kippen kosten nur 38 Rubel, was weniger als ein Euro ist.
Ein Tagesbericht folgt dann beim nächsten Hotspot.

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Die erste Show

Es istt 03:44 Uhr, die erste Show liegt hinter uns. Es gibt noch Einiges zu optimieren, aber fuer die erste Show lief Alles ganz gut, soweit ich das aus meiner Perspektive beurteilen kann

   
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Die Sache mit den 40 Tonner, wird auf jeden Fall "a mortz Gaudi". Wir haben zwar schon den groessten, legal Zugelassenen LKW den es gibt, doch ist er fuer unsere Produktion immer noch knapp bemessen. Faktoren wie schlechter Ladeweg, unfaehige Helfer und schlechtes Wetter, koennten so ein "Load Out" zur Tortur machen. Auf jeden Fall braucht man sehr viel Energie um so viel Tonnen Material zu laden und 8 junge Helfer kommen da schon mal ins Schwitzen, wenn sie 50kg in die 3te Lage (2-3m Hoehe) wuchte muessen.
Hier ein paar Eindruecke von heute:

     
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Morgen gehts dann nach St. Petersburg. Ich freu mich drauf.

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